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Zwang zum Widerstand

Manchmal und gerade heutzutage, zu einer Zeit, in der friedliche Demonstrationen mit brutalster Gewalt klein gehalten werden, geradezu niedergeknüppelt werden, fragt sich der ein oder andere der demokratisch erzogenen Bürger doch, wie das alles gerechtfertigt werden kann, ob man überhaupt etwas in dieser von Wirtschaft gelenkten Politik zu sagen hat.

Hier erscheint es als notwendig, dagegen aufzubegehren, seinen Willen zu vertreten und seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Gerade jetzt ist das Thema Umweltschutz und Klimapolitik ein sehr prekäres Thema: Die Regierung gibt vor, für den Umweltschutz zu sein, wird jedoch von wirtschaftlichen Interessen maßgeblich in Zaum gehalten, viel mehr: gelenkt, effektiv scheint die Wirtschaft immer Vorrang vor allen anderen Belangen zu haben; selbst wenn die esentielle Grundlage, eben unsere Umwelt, welche unser aller Überleben sichert, in Gefahr ist und Apathie droht. Ich frage mich zeitweilens bei solchen Entwicklungen, was ich persönlich als Einzelwesen dagegen tun könnte, wie ich meine idealistischen Ziele zu Verbesserung der Welt, zum Schutz der Umwelt verwirklichen könnte. Es ist mir ein Unding, etwa Castortransporte zu blockieren oder versuchen zu verhindern – verhindern lässt es sich nicht, es kann nur aufgeschoben werden. Was natürlich nur wieder Unmengen an Steuergeldern verschlingt – aufgehoben ist ja bekanntlich nicht aufgeschoben.

Nun, was bleibt mir noch übrig? Genauso, oder noch viel mehr, ist es mir ein Unding, einfach nichts zu tun, zuzuschauen und zu sehen, wie Aktivisten ihrer Einsatzes wegen verhaftet werden, wie die Meinungen, Wünsche, Ambitionen einfach niedergetrampelt werden. Was nun tun?

Man fühlt sich gerade ohnmächtig gegenüber der höheren Gewalt, fast schon in vorrevolutionäre Zustände zurückversetzt, wo das Volk seinem Worte mit Gewalt Verhör verschaffen musste. Ganz so schlimm ist es natürlich noch nicht, zumindest droht keine Geheimpolizei und keine öffentliche Exekution wegen einer widerstaatlichen Äußerung..zumindest noch nicht.

Wie kann ich als freidenkender Idealist nun noch etwas in der Welt verändern, in der Zusammenschlüsse von Meinungen nichts bewegen können?

Das Einzige, was mir im Moment zu tun bleibt wäre, die Kritik aufrecht zu erhalten, zu versuchen so viele Menschen wie möglich auf friedliche Weise zum Widerstand zu bewegen. Geistige Revolution durch Zusammenschluss freidenkender Menschen, wider einem aktionistischen Volksmob und für eine gerechte, aufgeklärte Weltordnung.

 

Versuch einer Veränderung.

Zusammenschluss von freidenken Menschen hätte den gedanklichen Austausch zum Vorteil. Der unreflektierte Aktionismus des Volksmobs muss in eine geistige Revolution umgewandelt werden. Als erstes Mittel wäre die Bildung solcher Gruppierungen in größeren Städten vonnöten, die in regem Kontakt zu einander stehen, die Universität als höchste Bildungsanstalt wäre dazu geradezu prädestiniert.

Aufbau dieser Gruppierungen, die sich nebenher auf kleinster Ebene, sei es Vermeidung von unnötigem Müll, der Einsatz für ''richtige'' Dinge wider der vorherrschenden Moralgesellschaft. Frei denkend, frei lebend, frei handeln!

Wäre ein Netzwerk von Freigeistern geschaffen, die sich für das hehre Ziel einsetzen möchte, kann man entweder durch Protest durch pure Existenz, sei es durch Schriften, Präsenz im Internet oder auch durch friedliche Kundgebungen oder etwa durch politische Aktivität, wie der kollektive Beitritt in eine größere Partei, deren Ziele mit den eigenen noch in etwa vereinbar sind, um so Mitsprache zu gewinnen/zu fordern, oder eben, falls nötig, eine eigene Partei mit universellem Anspruch zu gründen. Dies nun als kleiner gedanklicher Abriss, es gibt viel zu tun und noch mehr zu verbessern.

16.11.10 15:22
 
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